Gartenparadies Potsdam Nuthesiedlung
Dicht und grün: eine Siedlung im Sozialen Wohnungsbau voller Poesie...

Hinrich Baller, Doris Baller
Architekten –Landschaftsplaner

Redaktionelle Vorbemerkung: Das Projekt Nuthestrasse in Potsdam ist in jeder Hinsicht aussergewöhnlich: es ist eine Wohnsiedlung von betörender Schöhnheit und es widerlegt ein landläufiges Vorurteil: nämlich dass eine hohe Dichte nicht gleichzeitig eine durchgrünte Siedlung erlaube – und dies schon gar nicht möglich sein unter den Bedingungen des Sozialen Wohnungsbaus. Zudem ist diese verwunschene grüne Insel entstanden auf einem fast unmöglichen Zipfel Terrain, lang, schmal und eingeklemmt zwischen einer Autobahn und einer Plattenbausiedlung. Aber die Lösung, die die Architekten gefunden haben, ist so raffiniert und intelligent, dass sie den Besucher und auch die Bewohner vergessen lässt, in welcher äußeren Lage sie sich befinden: es ist still, grün, vielfältig gestaltet – man ist bezaubert. Und niemand will glauben, dass dieses Paradies Sozialwohnungen sind. Aber damit nicht genug: die Siedlung greift bewusst die reiche Gartentradition Potsdams auf und trägt zur Weiterführung einer großartigen Vision bei, die vor mehr als 200 Jahren die Region verwandelt hat von einer Sandwüste in einen Garten Edens, eine der berühmtesten Landschaftsgärten Europas. Alles Anlass, diesen ausführlichen Artikel der beiden Architekten eingehend zu lesen. BCJ

Inhalt

 

1. Potsdam Centrum Ost

2. Im Licht zweier Gartenpoeten
2.1. Fürst Hermann Pückler
2.2. Gartendirektor Peter Joseph Lenné

3. Raumkonzept und Wohnungen
 zwischen Nutheschnellstraße und Centrum Ost
3.1. Die "Hängenden Gärten"
Gartenhofterrassen der langen Häuserreihe
3.3. Anglerhäuser und Teichinsel
3.4. Turmhäuser und Nord-Süd-Kanal

4. Die Gestaltung mit dem Wasser
4.1. Regenmengen, Regenrückhaltung und Technik
4.2. Gärten des Terrassenhauses als ökologisches Modell
4.3. Das Prinzip der Wasserführung
4.4. Das oberste Dach ( begrünt, aber nicht begehbar)
4.5. Drittes und viertes Obergeschoss und seine Laubengänge
4.6. Der große Garten im 2. Obergeschoss
4.7. Gefälle und barrierefreie Zugänge

5. Der Garten
5.1. Gartenräume
5.2. Bodenaufbau
5.3. Pflanzung

6. Konstruktion der Gebäude, Brücken und Gewässer

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